Rudolf Hrbek (Hrsg.): Die zehn neuen EU-Mitgliedstaaten. Spezifika und Profile, Berlin 2006, ISBN 3-8305-1152-3, 19,80 Euro.
Seit dem 1. Mai 2004 gehören der EU zehn neue Mitgliedstaaten an. Jeder von ihnen bringt seine Geschichte, einschließlich der eigenen geschichtlichen Erinnerung, sowie besondere Merkmale, Eigenheiten, Potentiale und Probleme mit; jeder knüpft an die Mitgliedschaft bestimmte Erwartungen und hat seine Vorstellungen vom Charakter und der Entwicklung der EU, nicht zuletzt auch davon, was er als neues Mitglied in den Verbund einbringen kann. Die Vielfalt der EU ist mit der Erweiterung größer geworden. Zur Union gehört, diese Vielfalt anzuerkennen. Die Beiträge des Bandes “Die zehn neuen EU-Mitgliedstaaten - Spezifika und Profile”, die aus einer an der Universität Tübingen durchgeführten Ringvorlesung hervorgegangen sind, haben das Ziel, zum besseren Verständnis der zehn neuen Mitgliedstaaten beizutragen. Jeder Beitrag (Autoren sind meist Persönlichkeiten aus den betreffenden Staaten) behandelt einen für das jeweilige Land typischen oder besonders interessanten Aspekt. >> Weitere Informationen erhalten Sie hier.
In den Frühjahrsausgaben der Fachzeitschriften finden sich eine Vielzahl von interessanten Artikeln, hier einge Empfehlungen:
Aus Politik und Zeitgeschichte
Comparative Political Studies
- Ko Maeda and Misa Nishikawa, Duration of Party Control in Parliamentary and Presidential Governments: A Study of 65 Democracies, 1950 to 1998 Comparative Political Studies 2006 39: 352-374.
- Mikhail V. Beliaev, Presidential Powers and Consolidation of New Postcommunist Democracies Comparative Political Studies 2006 39: 375-398.
JCP
- Kenneth M. Roberts, “Populism, Political Conflict, and Grass-Roots Organization in Latin America”, Volume 38, Number 2, January 2006
- Raúl Madrid, “Ethnic Cleavages and Electoral Volatility in Latin America”, Volume 38, Number 1, October 2005
- Alfred P. Montero, “The Politics of Decentralization in a Centralized Party System: The Case of Democratic Spain”, Volume 38, Number 1, October 2005
Journal of Democracy
The Journal of Politics
- Gabriel Negretto, “Choosing How to Choose Presidents: Parties, Military Rulers and Presidential Elections in Latin America” , Volume 68, Issue 2 (May 2006)
Political Studies
- Gideon Rahat, The Politics of Electoral Reform Abolition: The Informed Process of Israel’s Return to Its Previous Electoral System , Volume 54, Issue 1, March 2006
Political Science Quarterly
PS
- Jorge Heine, Democracy, Dictatorship, and the Making of Modern Political Science: Huntington’s Thesis and Pinochet’s Chile , April 2006 VOLUME XXXIX NUMBER 2
Zpol
- Frank Decker, Die Systemverträglichkeit der direkten Demokratie
Dargestellt an der Diskussion um die Einführung von plebiszitären Elementen in das Grundgesetz ZPol 15/4, 2005, S. 1103-1147.
Einige Aktualisierungen und Korrekturen wurden im Bereich Fachzeitschriften vorgenommen. >> Lesen Sie hier weiter.
Die Linkliste im Bereich “Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten wurde ergänzt. >> Lesen Sie hier weiter.
Vom 25. bis 29. September 2006 findet an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster der nächste DVPW-Kongress unter dem Motto “Staat und Gesellschaft - fähig zur Reform?” statt. >> Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Bei Nomos erscheint nun eine Band mit dem Titel “Postnational Constitutionalisation in the New Europe” (366 S., brosch. mit CD-ROM, 69,- EUR, ISBN 3-8329-1678-4), herausgegeben von Ulrike Liebert.
In dieser Studie werden Grundlagen, Verfahren, Legitimationsfragen und Perspektiven des neuartigen Verfassungsprozesses, den die Europäische Union seit dem Gipfel von Laeken im Dezember 2001 vorantreibt, untersucht. »Postnationale Konstitutionalisierung« kennzeichnet hierbei einen zeitlich offenen,materiell gleichwohl begrenzten Prozess, der nicht notwendigerweise zu den »Vereinigten Staaten von Europa« oder einer »Bundesrepublik Europa« führen und die mitgliedsstaatlichen Verfassungen keineswegs aufheben muss. Er stellt vielmehr die bislang weitgehend verborgen gebliebene Konstitutionalisierung der EU und die ihr zugrunde liegende hierarchisch-legalistische Prämisse infrage. Postnationale Konstitutionalisierung lässt über inklusive, deliberative und öffentliche Kommunikationsprozesse die Streit- wie auch Konsenspotentiale sichtbar werden, welche ein vom Nationalstaat teilweise entkoppeltes, aber sich um so mehr auf Bürgerbeteiligung stützendes Projekt der VerfassungsbildPostnational Constitutionalisation in the New Europeung und des zieloffenen Verfassungswandels in sich birgt.
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Der VS Verlag kündigt eine neue Einführung in die Vergleichende Politikwissenschaft an:
Abromeit, Heidrun; Stoiber, Michael: Demokratien im Vergleich. Einführung in die vergleichende Analyse politischer Systeme (286 Seiten, mit 15 Abb. u. 8 Tab., ISBN 3-531-14544-4, EUR 17,90 ):
Das Buch will in die vergleichende Analyse politischer Systeme einführen, indem es den systematischen, theoriegeleiteten Vergleich vorführt. Der erste Teil gibt einen Überblick über den ‚state of the art’ der vergleichenden Politikwissenschaft. Er stellt die Methoden des wissenschaftlichen Vergleichs, die wichtigsten Varianten von Systemvergleichen sowie eine Reihe von Studien vor, die für die Entwicklung dieses Zweigs der Politikwissenschaft prägend waren. Der im zweiten Teil vorgeführte Vergleich von neun europäischen Ländern orientiert sich methodisch am‚ akteurszentrierten Institutionalismus, insbesondere am Vetospieler-Ansatz. Aus ihm sind auf alle politischen Systeme und System-Typen anwendbare Vergleichskriterien abgeleitet.
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