Die Open University bietet einige kostenlose Kursmodule aus dem Bereich der Vergleichenden Politikwissenschaft an, u.a. zum Thema “A Europe of the Regions?“.
29. Dezember 2007
11. Dezember 2007
Neuerscheinungen bei Nomos (Auswahl)
Oliver Schlumberger: Autoritarismus in der arabischen Welt. Ursachen, Trends und internationale Demokratieförderung, 2007, 255 S., brosch., 49,– EURO, ISBN 978-3-8329-3114-8.
“Dieses Buch identifiziert als Ursache dauerhaft autoritärer Herrschaft in der arabischen Welt eine Kombination aus sozialen, politischen und wirtschaftlichen Merkmalen, wie sie von allen Weltregionen so nur den Vorderen Orient prägt. Neopatrimoniale politische Systeme finden ihre Entsprechung in patriarchalen Sozialstrukturen mit überwiegend informellen Entscheidungsmechanismen. Diese werden über hohe externe Renteneinkommen ökonomisch abgesichert. Die resultierenden autoritären Strukturen überleben jedoch auch aufgrund externer Stabilisierung. Die Analyse aktueller politischer Dynamiken in der arabischen Welt zeigt, dass ihre häufig anzutreffende Interpretation als „Demokratisierungsprozesse“ irreführend ist. Schlumbergers alternative Analysevorschläge richten sich dagegen auf Eliten, Institutionen, Legitimität sowie auf das Verhältnis Staat-Gesellschaft und weisen darauf hin, dass Demokratisierung mittelfristig kein realistisches Szenario politischer Entwicklung darstellt. Die praktisch-politische Relevanz dieser Ergebnisse wird schließlich anhand einer Reflexion über Möglichkeiten, Grenzen und Dilemmata augenfällig, mit denen sich externe Akteure konfrontiert sehen, die in nicht-demokratischen Kontexten wie der arabischen Welt Demokratie zu fördern suchen.” (Quelle: Nomos)
BMZ – Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Hrsg.): Fragile Staaten – Beispiele aus der entwicklungspolitischen Praxis, 2007, 396 S., brosch., 25,– EURO, ISBN 978-3-8329-2528-4.
“Fragile Staatlichkeit und schlechte Regierungsführung stehen hoch auf der internationalen Agenda. In vielen der betroffenen Länder ist selbst die minimale Versorgung der Bevölkerung mit sozialen Dienstleistungen nicht gewährleistet und Menschenrechte werden auf vielfache Weise verletzt. Der Staat ist meist nicht in der Lage, seine Kernaufgaben zu erfüllen. Es fehlen entsprechende Kapazitäten oder auch der politische Wille zu Reformen. Die Folgen schlechter Regierungsführung treffen arme und benachteiligte Bevölkerungsgruppen in besonderer Weise. Den Vereinten Nationen gelten diese Staaten als wichtigste Herausforderung für Frieden und Sicherheit auf globaler und regionaler Ebene. Die OECD-Staaten und internationale Organisationen haben sich zu einem verstärkten Engagement in fragilen Staaten verpflichtet. Nun steht die internationale Gemeinschaft vor der großen Herausforderung, mit geeigneten entwicklungspolitischen Strategien und Instrumenten Transformationsprozesse mitzugestalten. In dem Sammelband kommen erfahrene Expertinnen und Experten zu Wort. Ihre Analysen dokumentieren Potenziale und Grenzen eines entwicklungspolitischen Engagements in fragilen Staaten. Sie machen aber vor allem deutlich, wie entwicklungspolitische Zusammenarbeit Transformationsprozesse selbst unter schwierigen Umständen unterstützen kann.” (Quelle: Nomos.)
10. Dezember 2007
Rezension: Arend Lijphart: Thinking about Democracy. Power sharing and majority rule in theory and practice. Routledge, London u. a. 2007. 304 S., Fr. 64.30.
“Arend Lijphart ist der prominenteste Theoretiker der Konkordanz. Er ist überhaupt einer der prominentesten Politikwissenschafter. So hat er 1997 den Johan-Skytte-Preis an der Universität Uppsala erhalten, der als Nobelpreis der Politikwissenschaft gilt. Ursprünglich Holländer, ist Lijphart heute emeritierter Professor der University of California in San Diego. Seine wichtigsten Aufsätze sind jetzt in einem Band herausgegeben worden, ergänzt um eine Einleitung und ein Schlusskapitel von Lijphart(…).” (Quelle: Jürg Steiner, NZZ.)
Dritte Ausgabe des Polar-Magazins erschienen
“In den Achtzigern war sie noch umkämpft, in den Neunzigern irgendwie egal, und jetzt ist sie wieder da: die Religion. Mit Sicherheit das Comeback der letzten Jahre. Gerade in der neuen Bürgerlichkeit haben religiöse Bekenntnisse wieder Hochkonjunktur und Intellektuelle, die gerade noch in der Beliebigkeit der Berliner Mitte zu Hause waren, suchen ihr Seelenheil in Roms lateinischen Liturgien. Für die »Neugläubigen« ist Religion ebenso selbstverständlich wie für die »Neureichen« Villa und Sportwagen. Doch selbst für den Religiösen ist der Zweifel Ausweis für die Ernsthaftigkeit des Glaubens. Ganz zu schweigen von denjenigen, die nicht mehr an Gott glauben wollen oder können (…).” (Quelle: polar.)
Neuerscheinung zum Stand der Wahl- und Wählerforschung
“Die Wahl- und Wählerforschung ist in den vergangenen Jahren von dynamischen Entwicklungen geprägt. Diesem Trend trägt die Mannheimer Politikwissenschaft mit der aktuellen Überblicksdarstellung “Wahl- und Wählerforschung” von Professor Dr. Franz Urban Pappi und PD Dr. Susumu Shikano Rechnung. Die neueste Monografie des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES) ist beiden Aspekten gewidmet: Einerseits der Wählerforschung, also der Untersuchung individueller Entscheidungen und ihrer vielfältigen Motive, andererseits der Wahlforschung, die die Wahl als Ganzes behandelt. Berücksichtigung finden also auch die Beziehungen zwischen Wählerschaft und Parteien in unterschiedlichen Wahlsystemen. Die Autoren liefern eine umfassende Zusammenschau des Forschungsstandes, wie sie als Monografie bislang weder auf Deutsch noch auf Englisch verfügbar war. (…)” (Quelle: Informationsdienst Wissenschaft)
Tagung „Die Verfassung der Demokratien“
Die Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) eröffnete auf ihrer Website den Call for proposals für die Tagung „Die Verfassung der Demokratien“, die sie vom 21.-23. November 2008 an der Universität Osnabrück gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft (ÖGPW) und der Schweizerischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (SVPW) ausrichtet.

